Ulm, das Anglerparadies?
- May 29th, 2008
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Mein Rechter Fuß ist nass, ich bin komplett zerstochen, mein linker Mittelfinger brennt wie Hölle und ist total dick angeschwollen. – Was passiert ist? – Ich war ANGELN!
YAY
Nach 5 Jahren Ulm war ich nicht ein einziges Mal angeln obwohl die Donau ja direkt vor der Nase ist. Das hab ich heute nachgeholt, nachdem ich mir im Angelladen einen Angelschein für eine Woche gekauft hatte (29 Euro). Die Version für 2 Tage kostete erstaunlicherweise 16 Euro – Lustige Preisgestaltung
EGAL! Nachdem ich das Ding also hatte und ich es in der Uni nicht mehr ausgehalten hatte (Scheiss auf Vorlesung! Das Leben ist zu kurz!
) bin ich also losgewatschelt und hab die Rute ausgeworfen (hö hö). Das Rankommen an den Fluss hatte ich mir allerdings einfacher vorgestellt. Ein paar Mini-Trampelpfade, bestehend aus ein paar umgeknickten Grashalmen half zwar etwas, aber nicht viel. Nach ca. 2 Stunden erreichte ich dann die Stelle ab der ich laut Karte angeln durfte – Ups. Karte lesen war noch nie meine Stärke
Jetzt endlich traf ich auch die ersten Angler. “Petri” bekam ich zugerufen und wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Kannte eigentlich nur “Petri Heil” und “Petri Dank” aber was heißt “Petri” allein?
Nach nem improvisierten “Ahoi” bekam ich dann die ersten Tips von den Eingeborenen, diesmal in Form eines lustigen Opas, der über die vielen Ruderbote schimpfte (Die auch wirklich nervten mit ihrer Scheiss Trommlerrei).
“Da steht einer!”
“Äh… aha”
“Ja, klar. ‘N Hecht!”
“Äh, ok. Danke”
Konversation mit Anglern ist herrlich
Nachdem nach gefühlten 10 Stunden und 500 verschiedenen Farben und Farbkombinationen meiner Twister (Das sind die Köder von denen ich ungefähr die Hälfte verloren hab) zuckte es auf einmal an meiner Angel. “Super!” Dachte ich. Endlich ne schöne Forelle oder ein Barsch. Nach ein paar Minuten allerdings wurde mir klar: “Scheisse, das ist was anderes”. Und? Was war’s? Ein Hecht. Na, Super. Für alle Nicht-Angler: Hechte sind im Vergleich zu Forellen und Barschen ziemlich groß, was es schwierig macht, das Vieh zu landen (“An Land zu ziehen”). Außerdem war meine Schnur nicht für sowas ausgelegt, da man für die Hechtangelei eigentlich ein Vorfach aus Stahl benötigt, weil ein Hecht mit seinen scharfen Zähnen eine normale Schnur relativ leicht durchbeißen kann.
Wie auch immer – Nach ein paar Minuten und einem Haufen Schaulustiger (“Papa, guck mal! Fisch”) hatte ich das Biest irgendwann soweit und siehe da: Die Sorge war unbegründet. Der Hecht war relativ klein, so dass ich ihn wieder ziehen lies (In Deutschland gelten Mindestmaße für alle Fischarten. Unterschreitet ein gefangener Fisch dieses Maß, so muss er freigelassen werden). Das Dumme war nur, dass ich während des Rausholens natürlich ausrutsche und mit meinem rechten Calvin Klein Schuh promt im Wasser landete. Peinlich, peinlich. Aber lustig.
Mit nassen Füßen und einem guten Gefühl den ersten Ulmer Fisch gefangen zu haben, zog ich dann Richtung Butler’s Hood. Auf dem Weg zurück überholt mich ein südländischer Fahrradfahrer und rief mir zu: “Hey, Junge! Du musst in die andere Richtung. Da hat ein Opa einen gefangen! 1m groß!!!”. – Na, ja. Man kann nich alles haben
Viele Beziehungen habe ich hinter mir und nicht mit allen war ich glücklich.
Meine ersten Flirtversuche machte ich mit Outlook Express, die mir allerdings sehr schnell als noch zu jung, unreif und verschlossen erschien, worauf ich mir eine neue Partie suchte und relativ schnell fündig wurde: Thunderbird hieß sie und wurde mir von ihrem Bruder Firefox empfohlen. Allerdings wurde sie mit der Zeit immer dicker, fetter und wahrscheinlich daher auch langsamer, so dass ich die Beziehung bald beendete und mich darauf freute, endlich mal “was neues zu probieren”. Doch so groß die Erwartung auch war, die darauf folgenden Enttäuschungen waren umso gewaltiger. Nach einem kurzen Seitensprung mit Evolution, die mehr als zickig und träge war, landete ich schließlich bei KMail, die ich trotz der Herkunft aus dem Staat “KDE” nicht verschmähte und relativ schnell lieb gewann. Doch auch diese Liebe hielt nicht lang. Zu groß waren die Unterschiede zwischen uns und zu schwer die Altlasten, die KDE mit sich brachte.
Heute allerdings glaube ich endlich meine wahre Liebe gefunden zu haben. Sie kommt aus Japan und ihr Name ist Sylpheed. Sie ist sehr schlank, schnell, wunderschön und kann trotz ihrer japanischen Herkunft gut Englisch und Deutsch. Ich glaube, ich bin verliebt…
Nachdem ich jetzt meine PS3 seit ein paar Tagen habe und durchaus schon ein paar Spiele antesten konnte, hier mal ein paar kleine Mini-Reviews aus meiner Sicht – Also mehr subjektiv als objektiv
Meine Hoffnungen liegen zur Zeit auf: GTA4, Sega Rally und Devil May Cry… Wenn jemand noch Vorschläge hat, her damit. Ansonsten geh ich angeln…
Fazit: Arch bleibt
So, das Semester ist jetzt schon ein paar Wochen alt und es wird Zeit für ein Fazit (imho):
Alles in allem eine Vorlesung, die besser ist als ihr Ruf, die allerdings etwas unter den vielen juristischen Texten leidet, daher:
Vorlesung: Note 2-
Übungs: Note 2-
Alles in allem aber trotzdem wieder eine solide Weber-Vorlesung mit unangenehmen Übungen:
Vorlesung: Note 2
Übung: Note 3-
Alles in allem habe ich bisher nur einen kleinen Einblick bekommen und bin mir noch etwas unschlüssig, was ich davon halten soll. Daher:
Vorlesung: Vorläufig keine Note
Übung: s.o.
Wie erwartet, das was man von IS kennt, daher:
Anwendungsfach IS: Note 2