Archive for May, 2008

Ulm, das Anglerparadies?

Die Ausbeute heute: 1 Hecht, 1 kleiner Barsch und 1 Zander, der mir aber leider entkommen konnte, als mein scheiss Handy geklingelt hat. Wenn ich den Steve das nächste Mal sehe, BRING ICH IHN UM :-)

Hecht

Barsch

F(r)isch verliebt

Mein Rechter Fuß ist nass, ich bin komplett zerstochen, mein linker Mittelfinger brennt wie Hölle und ist total dick angeschwollen. – Was passiert ist? – Ich war ANGELN! :-) YAY

Nach 5 Jahren Ulm war ich nicht ein einziges Mal angeln obwohl die Donau ja direkt vor der Nase ist. Das hab ich heute nachgeholt, nachdem ich mir im Angelladen einen Angelschein für eine Woche gekauft hatte (29 Euro). Die Version für 2 Tage kostete erstaunlicherweise 16 Euro – Lustige Preisgestaltung :-)

EGAL! Nachdem ich das Ding also hatte und ich es in der Uni nicht mehr ausgehalten hatte (Scheiss auf Vorlesung! Das Leben ist zu kurz! :-) ) bin ich also losgewatschelt und hab die Rute ausgeworfen (hö hö). Das Rankommen an den Fluss hatte ich mir allerdings einfacher vorgestellt. Ein paar Mini-Trampelpfade, bestehend aus ein paar umgeknickten Grashalmen half zwar etwas, aber nicht viel. Nach ca. 2 Stunden erreichte ich dann die Stelle ab der ich laut Karte angeln durfte – Ups. Karte lesen war noch nie meine Stärke :-)

Jetzt endlich traf ich auch die ersten Angler. “Petri” bekam ich zugerufen und wusste nicht, was ich darauf antworten sollte. Kannte eigentlich nur “Petri Heil” und “Petri Dank” aber was heißt “Petri” allein? :) Nach nem improvisierten “Ahoi” bekam ich dann die ersten Tips von den Eingeborenen, diesmal in Form eines lustigen Opas, der über die vielen Ruderbote schimpfte (Die auch wirklich nervten mit ihrer Scheiss Trommlerrei).

“Da steht einer!”
“Äh… aha”
“Ja, klar. ‘N Hecht!”
“Äh, ok. Danke”

Konversation mit Anglern ist herrlich :-)

Nachdem nach gefühlten 10 Stunden und 500 verschiedenen Farben und Farbkombinationen meiner Twister (Das sind die Köder von denen ich ungefähr die Hälfte verloren hab) zuckte es auf einmal an meiner Angel. “Super!” Dachte ich. Endlich ne schöne Forelle oder ein Barsch. Nach ein paar Minuten allerdings wurde mir klar: “Scheisse, das ist was anderes”. Und? Was war’s? Ein Hecht. Na, Super. Für alle Nicht-Angler: Hechte sind im Vergleich zu Forellen und Barschen ziemlich groß, was es schwierig macht, das Vieh zu landen (“An Land zu ziehen”). Außerdem war meine Schnur nicht für sowas ausgelegt, da man für die Hechtangelei eigentlich ein Vorfach aus Stahl benötigt, weil ein Hecht mit seinen scharfen Zähnen eine normale Schnur relativ leicht durchbeißen kann.

Wie auch immer – Nach ein paar Minuten und einem Haufen Schaulustiger (“Papa, guck mal! Fisch”) hatte ich das Biest irgendwann soweit und siehe da: Die Sorge war unbegründet. Der Hecht war relativ klein, so dass ich ihn wieder ziehen lies (In Deutschland gelten Mindestmaße für alle Fischarten. Unterschreitet ein gefangener Fisch dieses Maß, so muss er freigelassen werden). Das Dumme war nur, dass ich während des Rausholens natürlich ausrutsche und mit meinem rechten Calvin Klein Schuh promt im Wasser landete. Peinlich, peinlich. Aber lustig.

Mit nassen Füßen und einem guten Gefühl den ersten Ulmer Fisch gefangen zu haben, zog ich dann Richtung Butler’s Hood. Auf dem Weg zurück überholt mich ein südländischer Fahrradfahrer und rief mir zu: “Hey, Junge! Du musst in die andere Richtung. Da hat ein Opa einen gefangen! 1m groß!!!”. – Na, ja. Man kann nich alles haben :)

Endlich die Richtige gefunden

Viele Beziehungen habe ich hinter mir und nicht mit allen war ich glücklich.

Meine ersten Flirtversuche machte ich mit Outlook Express, die mir allerdings sehr schnell als noch zu jung, unreif und verschlossen erschien, worauf ich mir eine neue Partie suchte und relativ schnell fündig wurde: Thunderbird hieß sie und wurde mir von ihrem Bruder Firefox empfohlen. Allerdings wurde sie mit der Zeit immer dicker, fetter und wahrscheinlich daher auch langsamer, so dass ich die Beziehung bald beendete und mich darauf freute, endlich mal “was neues zu probieren”. Doch so groß die Erwartung auch war, die darauf folgenden Enttäuschungen waren umso gewaltiger. Nach einem kurzen Seitensprung mit Evolution, die mehr als zickig und träge war, landete ich schließlich bei KMail, die ich trotz der Herkunft aus dem Staat “KDE” nicht verschmähte und relativ schnell lieb gewann. Doch auch diese Liebe hielt nicht lang. Zu groß waren die Unterschiede zwischen uns und zu schwer die Altlasten, die KDE mit sich brachte.

Heute allerdings glaube ich endlich meine wahre Liebe gefunden zu haben. Sie kommt aus Japan und ihr Name ist Sylpheed. Sie ist sehr schlank, schnell, wunderschön und kann trotz ihrer japanischen Herkunft gut Englisch und Deutsch. Ich glaube, ich bin verliebt…

T-Test Kurzreviews: PS3-Spiele

Nachdem ich jetzt meine PS3 seit ein paar Tagen habe und durchaus schon ein paar Spiele antesten konnte, hier mal ein paar kleine Mini-Reviews aus meiner Sicht – Also mehr subjektiv als objektiv :-)

  • Sonic Adventures
    Grottenschlecht. Miese Kameraführung. Keine Story. Stupides Gameplay.
    Meiner Meinung nach wirklich sehr enttäuschend, da die Dreamcast-Version von Sonic Adventures damals wirklich nicht schlecht war. Aber diesmal sag ich nur: Hände weg!
    Note: 5
  • Ratchet & Clank
    Ratchet & Clank ist ein lustiges, gelungenes Jump ‘n Run mit Actionelementen. Der Humor ist durchausbrauchbar. Leider an manchen stellen etwas frustrierend, wenn der letzte Checkpoint schon etwas her ist. Außerdem ist die Knuddelgrafik doch etwas geschmackssache. Trotzdem für nen kurzen “Zock” zwischendurch durchaus brauchbar.
    Note: 2-
  • Heavenly Sword
    Gelungenes Hack ‘n Slay á la God of War. An manchen Stellen etwas knackig, aber die Grafik und Atmosphäre ist einfach umwerfend. Leider etwas kurz.
    Note: 1-
  • Enchanted Arms
    Eigentlich steh ich ja total auf RPG’s. Aber auf das hier nicht: Es gibt keine FMV-Sequezen, die Grafik sieht aus, als käme sie von der PS2 und die Charaktere sind mehr als dünn. Das Ding war derartig langweilig, dass ich nicht mal bis zum ersten Fight gespielt habe, obwohl das Kampfsystem durchaus vielversprechend war, was ein wenig am Shining Force erinnert. Vielleicht habe ich zur Zeit einfach keine Zeit mehr für solche Spiele oder bin aus dem Alter raus… Trotzdem: Ab zum eBay-Hammer.
    Note: 4
  • Assasin’s Creed
    Mischung aus Tomb Raider und Hitman. Schöne Aufmachung, tolle Atmosphäre. Leider überhaupt nicht mein Ding:
    Note: 3

Meine Hoffnungen liegen zur Zeit auf: GTA4, Sega Rally und Devil May Cry… Wenn jemand noch Vorschläge hat, her damit. Ansonsten geh ich angeln…

7 Tage Arch Linux: Ein Fazit

  • Arch Linux ist sackschnell: Kein Wunder. Neben dem Kern ist bei mir nur noch x.org, Gnome und ein bißchen Kleinkram (Firefox, OpenOffice usw.) installiert. Kein Schnickschnack mehr sondern nur noch wirklich nützliche Dinge.
  • Die Installationsroutine ist ungewöhnlich, aber nicht schlimm. Man muss sich nur etwas dran gewöhnen.
  • Pacman ist ein solider Paketmanager, der apt in nichts nachsteht. Was mir fehlt ist ein graphisches Frontend á Synaptic mit dem ich durch die Pakete browsen kann. Weiterhin sind die Repositorys nicht so prall gefüllt wie bei Ubuntu. Ein Paket “enigmail” für Thunderbird gibt es zum Beispiel nicht. Stattdessen muss man das Modul manuel von der Entwicklerseite herunterladen und selber installieren.
  • Sowohl Thunderbird als auch Evolution erfinden “Geisterordner” in meinem IMAP Postfach. Ich bin jetzt auf KMail umgestiegen. Das sieht zwar schrecklich aus aber zickt wenigstens nicht rum. Arch kann dafür natürlich nichts.
  • KDE ist scheiße. Ein Hoch auf Gnome!
  • Hab ich schon erwähnt? Arch ist verdamt schnell!
  • Sound geht unter Arch immernoch nicht – Hab mich aber ehrlich gesagt noch nicht drum gekümmert
  • Firefox verliert manchmal seine Einstellungen (mitsamt Bookmarks). Woran’s jetzt genau liegt, weiss ich immernoch nicht, scheint mir aber ein Problem mit der Rechtevergabe zu sein.
  • Gnome mag kein chmod 770 auf /home/username und verweigert dann das Speichern der Session. Stattdessen darf kein +w auf die Gruppe gesetzt sein.
  • Das Arch Wiki ist noch ganz schön dünn. Ich hoffe, das füllt sich so langsam mal. Es fehlen teilweise ganz simple Artikel zu z.B. Evolution oder Enigmail…
  • Ich mag die /etc/rc.conf in der alle wichtigsten Einstellungen (Netzwerkeinstellungen, Systemdienste…) konfiguriert werden. Tolle Sache, dieses KISS!
  • Die Installtion der proprietären nvidia-Treiber über pacman verlief überraschenderweise sehr problemlos.
  • Ich dachte immer Gnome hätte nun seine eigenen 3D-Effekte anstatt Compiz zu verwenden. Ein pacman -S gnome zeigt mir allerdings das Gegenteil.
  • Hab ich schon erwähnt? Arch ist sauschnell! :-)
  • zsh ist eine tolle Konsole!
  • Die Autovervollständigung mittels TAB funktioniert nach einem “su -” nicht. Warum?
  • Die Tasten POS1, END und ENTF funktionieren nicht in der Konsole – Kein Plan warum. Nach einem “su -” geht’s aufeinmal. Versteh ich nicht.

Fazit: Arch bleibt :-)

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